Definition: GiroCode, SEPA-QR, EPC-QR
Ein GiroCode ist ein QR-Code, der eine SEPA-Überweisung in einem genormten Textformat kodiert. Technisch basiert er auf den Spezifikationen des European Payments Council (EPC) und wird daher häufig auch als SEPA-QR oder EPC-QR bezeichnet. Banken und Zahlungsdienstleister können dieses Format einheitlich interpretieren und daraus eine fertige Überweisungsmaske erzeugen.
Wie funktioniert ein GiroCode?
Der Ablauf ist bewusst einfach gehalten: Du platzierst den GiroCode zum Beispiel auf einer Rechnung oder einem Zahlungsbeleg. Die zahlende Person öffnet ihre Banking-App, startet den integrierten QR-Scanner und hält die Kamera über den Code. Die App liest den EPC-Text aus und füllt damit automatisch eine Überweisung aus.
In der Regel erscheinen Empfänger, IBAN, BIC, Betrag und Verwendungszweck direkt in der Überweisungsmaske. Der Zahler prüft die Angaben, ergänzt bei Bedarf fehlende Felder (z. B. Betrag) und bestätigt die Zahlung wie gewohnt mit TAN oder biometrischer Freigabe.
Welche Daten enthält ein GiroCode?
Ein GiroCode enthält einen strukturierten Text, der in mehreren Zeilen organisiert ist. Zu den typischen Feldern gehören:
- Name des Empfängers (Kontoinhaber)
- IBAN des Empfängers
- BIC (teilweise optional, je nach Bank und Land)
- Betrag in Euro mit zwei Dezimalstellen (z. B. EUR12.34)
- Verwendungszweck – häufig mit Rechnungsnummer oder Mitgliedsnummer
Nicht jedes Feld muss zwingend gesetzt werden: Du kannst zum Beispiel den Betrag offen lassen, sodass der Zahler diesen selbst einträgt. Wichtig ist jedoch, dass das Pflichtgerüst des EPC-Standards eingehalten wird.
Vorteile eines GiroCodes
GiroCodes bringen gleich mehrere Vorteile mit sich:
- Fehlerreduktion: IBAN und Betrag müssen nicht mehr per Hand abgetippt werden – Tippfehler und Zahlendreher werden deutlich seltener.
- Geschwindigkeit: Eine Überweisung ist in wenigen Sekunden vorbereitet und kann sofort freigegeben werden.
- Kompatibilität: Viele Banking-Apps im deutschsprachigen Raum unterstützen SEPA-QR / GiroCode bereits heute.
- Professionalität: Rechnungen mit GiroCode wirken moderner und kundenfreundlich.
Wer kann GiroCodes nutzen?
Grundsätzlich kann jede Person mit einem SEPA-Konto GiroCodes nutzen – sowohl als Zahler als auch als Rechnungssteller. Besonders geeignet ist der Einsatz für:
- Selbstständige & Freelancer, die ihren Kunden das Bezahlen erleichtern möchten.
- Vereine, zum Beispiel für Mitgliedsbeiträge oder Spendenaktionen.
- Privatpersonen, etwa für Sammelbestellungen, Geschenke oder gemeinsame Ausgaben.
GiroCode kostenlos online erstellen
Mit unserem GiroCode Generator kannst du in wenigen Schritten einen SEPA-QR-/EPC-Code erstellen – komplett lokal im Browser, ohne dass Daten an unseren Server gesendet werden. Optional erzeugst du zusätzlich eine Rechnungs-PDF mit eingebettetem QR-Code.
Häufige Fragen zum GiroCode
Ist ein GiroCode nur in Deutschland nutzbar?
Der GiroCode basiert auf dem SEPA-Standard und ist damit grundsätzlich im gesamten SEPA-Raum nutzbar. Ob eine bestimmte Banking-App den Code unterstützt, hängt von der jeweiligen Bank ab. Viele Institute in Deutschland, Österreich und weiteren SEPA-Ländern bieten bereits einen QR-Scanner an.
Kann ich den GiroCode auch ohne Betrag erstellen?
Ja. Wenn du keinen Betrag angibst, bleibt das Feld in der Überweisungsmaske leer und der Zahler trägt den gewünschten Betrag selbst ein. Das ist zum Beispiel bei Spendenaktionen oder offenen Beiträgen sinnvoll.
Welche Daten sind beim GiroCode Pflicht?
Pflicht sind in der Regel der Name des Empfängers und die IBAN. Andere Felder wie BIC, Betrag oder Verwendungszweck können – je nach Anwendungsfall – optional sein. Für eine reibungslose Zuordnung empfiehlt sich aber ein aussagekräftiger Verwendungszweck.
Was kostet die Nutzung eines GiroCodes?
Die Nutzung eines GiroCodes ist in der Regel kostenlos. Es fallen lediglich die üblichen Gebühren deiner Bank für SEPA-Überweisungen an, sofern diese nicht ohnehin kostenlos sind. Unser Generator selbst ist dauerhaft kostenfrei nutzbar.